TL;DR
Als Marvya die Zusammenarbeit mit Kreutzers startete, ging es um deutlich mehr als nur eine Shop-Migration. Der Premium-Fleischhändler lief noch auf Magento 1, arbeitete mit einem komplexen Agentur-Setup und hatte keinen verlässlichen Überblick darüber, welche Maßnahmen tatsächlich profitables Wachstum bringen.
Innerhalb von neun Wochen migrierte Marvya Kreutzers zu Shopify, verschlankte den Tech Stack und stellte zentrale Teile des Marketing-Setups neu auf. Klar wurde dabei zur Single Source of Truth für die nächste Wachstumsphase: Marvya und Kreutzers konnten Acquisition, Profitabilität und Retention erstmals an einem Ort zusammenbringen und steuern.
Seit dem Shopify-Launch ist die Zahl der Neukunden bei Kreutzers um 200 % YoY gestiegen.
So wurde aus einer klassischen Shop-Migration die Grundlage für profitables und skalierbares Wachstum – und ein Ansatz, der sich auch auf andere Agentur-Kunden übertragen lässt.
„Die Marke verlor durch Legacy-Agenturen und einen veralteten Shop unnötig viel Geld. Wir haben das Setup konsequent verschlankt, unseren bewährten Tech Stack mit Klar als Control Center eingeführt und die Zahl der Neukunden um 200 % gesteigert. Genau darin liegt die Stärke, wenn man eine Migration nicht isoliert betrachtet, sondern mit echter Growth-Beratung verbindet.“
Das Setup: High Steaks und Legacy-Spaghetti-Code
Kreutzers ist eine Premium-E-Commerce-Brand für hochwertiges Fleisch, Steaks und weitere Food-Produkte. Hinter den Kulissen war das technische Setup allerdings alles andere als premium.
Der Shop lief noch auf Magento 1 – einem System, das längst aus der Zeit gefallen war. Gleichzeitig zahlte Kreutzers monatlich rund 45.000 bis 50.000 Euro an Retainer Fees an ein gewachsenes Konstrukt aus verschiedenen Agenturen. Dazu kamen bereits 30.000 verbrannte Euro, die in eine am Ende doch nicht umgesetzte Magento-2-Migration geflossen waren.
Auch im Marketing gab es einige grundlegende Baustellen:
- Google und Meta Ads liefen ineffizient.
- Die vermeintlich starken „Retention“-Zahlen gaben ein verzerrtes Bild ab: Ein großer Teil der Wiederkäufe entstand durch einen dauerhaften Gutschein- und Guthaben-Kreislauf, und nicht durch wirklich profitable Returning Customers.
- Es fehlte eine zentrale Single Source of Truth, mit der sich verlässlich erkennen ließ, was tatsächlich funktioniert und was nicht.
Marvyas Aufgabe bestand deshalb nicht einfach darin, Kreutzers auf Shopify zu migrieren. Es ging darum, das gesamte Setup deutlich zu vereinfachen und eine bessere Grundlage für nachhaltiges Wachstum zu schaffen.
Die Strategie: Komplexität raus, ein klarer Stack rein
Marvya baut nicht einfach nur Shops, sondern denkt Commerce und Growth gemeinsam. Beim Start der Zusammenarbeit mit Kreutzers wurde deshalb zunächst konsequent aufgeräumt: Das bestehende Agentur-Setup mit Kosten von bis zu 50.000 Euro pro Monat wurde vollständig neu strukturiert.
Statt für Kreutzers jedes System von Grund auf neu zusammenzustellen, setzte Marvya auf den eigenen vordefinierten Tech Stack – eine kuratierte Auswahl an Tools, die sich in anderen Projekten bereits bewährt hatte und sich schnell integrieren und skalieren lässt.
Das Setup von Kreutzers wurde dabei in mehreren Bereichen neu aufgestellt:
- Migration: Wechsel von Magento 1 zu Shopify innerhalb von neun Wochen.
- CRM: Ablösung der Legacy-Systeme durch Klaviyo, um eine skalierbare und tatsächlich profitable Retention aufzubauen.
- Finance: Automatisierung der Buchhaltung mit Pathway.
- Data & Growth: Integration von Klar als zentrale Single Source of Truth für Tracking, Attribution und die anschließende Growth-Consulting-Phase.
Die zweite Säule: Growth Consulting mit Klar als Datenbasis
Genau hier unterscheidet sich Marvya von vielen klassischen Shopify-Agenturen: Statt nach dem Relaunch mit einer einmaligen Projektfee aus dem Projekt auszusteigen, hat Marvya mit Growth Consulting eine zweite Säule aufgebaut.
Das Team übergibt also nicht einfach den neuen Shop und zieht weiter, sondern bleibt auch auf der kommerziellen Seite eng eingebunden – von Performance Marketing und Testing bis hin zur Budget-Allokation.
Durch das Share-Deal-Modell wird Marvya damit in vielen Projekten praktisch zum verlängerten Inhouse-Growth-Team des Kunden.
Umso wichtiger ist eine gemeinsame und verlässliche Sicht auf die Performance. Beide Seiten müssen nachvollziehen können, was Wachstum tatsächlich antreibt, und vor allem, ob dieses Wachstum auch profitabel ist.
Genau dafür nutzt Marvya Klar als zentrales Command Center.
Für Kreutzers startete das Team mit neuen Meta- und Google-Ads-Accounts praktisch bei null. Mithilfe von Klar konnte das Marketingbudget gezielt dorthin verschoben werden, wo es tatsächlich zu profitablen Ergebnissen führte.
Klar bringt Acquisition-Daten mit Profitabilitäts- und Kundendaten zusammen. Gleichzeitig macht die Klar Attribution das Bild durch First-Party-Tracking, Zero-Party-Signale und Machine-Learning Modellierung vollständig. So hatte Marvya eine konsistente Datengrundlage, um Growth-Entscheidungen zu treffen und deren Auswirkungen direkt zu bewerten.
Ein Beispiel: Gemeinsam testete das Team einen niedrigeren Mindestbestellwert in Kombination mit kostenlosem Versand für Neukunden. In Klar ließ sich schnell erkennen, wie sich die Änderung auf CAC und Profitabilität auswirkte – und das Setup entsprechend anpassen.
Strategie und Umsetzung blieben dabei klar bei Marvya. Klar lieferte die Datengrundlage, um diese Entscheidungen schneller und mit vollständiger Sicherheit zu treffen.
Die Ergebnisse: Ein ziemlich „well-done“ Case
Die Kombination aus Shopify-Migration und datengetriebenem Growth Consulting hat bei Kreutzers schnell messbare Ergebnisse gebracht:
- +200 % New Customer Growth YoY: Seit dem Shopify-Launch konnte Kreutzers die durchschnittliche Zahl der Neukunden um 200 % steigern.
- CAC auf All-Time-Low: Im August konnte Marvya die New Customer Acquisition Costs auf einen neuen Tiefststand senken – und damit Neukunden so effizient gewinnen wie nie zuvor.
- Bessere Revenue Quality: Statt sich auf eine vermeintlich starke Retention durch Gutschein- und Guthaben-Loops zu verlassen, verlagerte Kreutzers den Fokus auf skalierbare und profitable Neukundengewinnung. Damit war eine deutlich bessere Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen – insbesondere mit Blick auf Q4.
„Die Marke verlor durch Legacy-Agenturen und einen veralteten Shop unnötig viel Geld. Wir haben das Setup konsequent verschlankt, unseren bewährten Tech Stack mit Klar als Control Center eingeführt und die Zahl der Neukund um 200 % gesteigert. Genau darin liegt die Stärke, wenn man eine Migration nicht isoliert betrachtet, sondern mit echter Growth-Beratung verbindet.“
Der Blueprint für Shopify-Agenturen: Den eigenen Stack weiterdenken
Der Case von Kreutzers zeigt, wie sich das Geschäftsmodell moderner Shopify-Agenturen erweitern lässt. Wer ausschließlich Migrationen und Relaunches umsetzt, lässt oft einen wichtigen Teil der Wertschöpfung liegen: die langfristige, datengetriebene Weiterentwicklung des Geschäfts.
Eine eigene Growth-Consulting-Säule aufzubauen, bedeutet dabei nicht automatisch, ein großes Analytics-Team einstellen zu müssen. Entscheidend ist vor allem ein Tech Stack, der Strategie, Marketing und Performance-Daten sinnvoll miteinander verbindet.
Mit Klar als Teil eines standardisierten Agency-Stacks können Agenturen unter anderem:
- Growth Consulting und Performance Marketing auf einer verlässlichen Datengrundlage anbieten.
- Share-Deal- und Revenue-Share-Modelle etablieren, bei denen Agentur und Kunde stärker am gemeinsamen Wachstum ausgerichtet sind.
- ihren Kunden eine gemeinsame Single Source of Truth geben, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen, Profitabilität besser zu verstehen und Customer Monetization langfristig zu analysieren.
Der nächste Schritt für Shopify-Agenturen ist damit nicht nur, bessere Shops zu bauen, sondern Strukturen zu schaffen, mit denen sich Wachstum nach dem Launch systematisch weiterentwickeln lässt.
























